Interne Primarschule

Wo Kinder ihren Rhythmus finden 

Unser Schulgarten – ein Projekt der 5. Klasse

Seit dem März dieses Jahres  haben wir einen eigenen Schulgarten! Wir durften auf dem PZP-Gelände drei Gartenbeete übernehmen und ein ganzes Gartenjahr selber erleben. Immer zwei oder drei Schülerinnen und Schüler  zusammen kümmern sich um ein Beet.

Angefangen hat alles im Frühling. Da waren unsere Schüler und Schülerinnen noch Viertklässler. Als der Boden noch kalt und hart war, säten wir die ersten Kressesamen im warmen Schulzimmer:

10. März 2015Wir haben in eine Schale Watte gelegt, und dann haben wir Kressesamen in die Watte getan.

Beobachtungen: Am zweiten Tag sind die Samen geplatzt und ich habe grüne Spitzen gesehen. Nach ein paar Tagen konnten wir die Kresse essen.  (Bryan)

 


Als nächstes konnten wir im Schulgarten starten:

19. März 2015:  

Unser Gartenbeet ist 1m 20 cm breit und 2m 08 cm lang. Wir haben mit der grossen Hacke die Erde gelockert. Wir haben alle grossen Steine herausgenommen. Mit der kleinen Hacke haben wir Unkraut gejätet. Dann haben wir Kompost auf dem Beet verteilt. Am Schluss haben wir alles mit dem Rechen glatt gemacht.

Beobachtungen: Im Kompost hat es viele Regenwürmer!                 (Jeremy E.)

 

13./14. April 2015

Wir haben von Frau Vogel Blumen bekommen und gepflanzt. Die Blumen hiessen: Akelei und Vergissmeinnicht. Wir haben Radieschen und Karotten eingesät. Am Dienstag haben wir eine selbstgemachte Vogelscheuche in die Erde gesteckt. Dann haben wir Kartoffeln in die Erde gesteckt und dann haben wir das Loch zugemacht und dann haben wir die Erde bei den Kartoffeln angehäufelt. (Jeremy M.)

 

 


Um es spannend zu machen, lancierten wir einen Sonnenblumenwettbewerb und das ging so:

 

27. April 2015

Wir schauten mal wie es aussieht. Wir sahen, dass die Tomatenpflanze gewachsen ist und die Sonnenblumen. Der Wettbewerb das geht so:

Derjenige, der die Sonnenblume gepflanzt hat, welche am schnellsten wächst, ist der Sieger.

Wir haben Radieschen geerntet und dann haben wir sie geputzt und verteilt. (Angelo)

(Anm: Also genau genommen gewinnt die Sonnenblume, welche die Allerhöchste wird…)

 

5. Mai 2015

Die letzten Tage hat es viel geregnet. Der Boden ist zu nass um im Garten zu arbeiten, aber es ist viel passiert:

Wir gingen runter zu den Beeten und sahen ganz zufrieden aus. Was glaubst du? Der Salat ist kräftig gewachsen, die Radieschen schauen heraus, sogar ein bisschen rot sahen wir. Doch die Primeln sind verwelkt, denn jetzt ist ihre Zeit um. Doch etwas war merkwürdig: Grünes kam heraus, was war das? Natürlich, Ringelblumen, auch wenn wir sie gar nicht gesät haben… (Elisama)





6. Juni 2015

Die Bohnen, der Mais und die Sonnenblumen schauen aus dem Boden – aber nicht alle. Da, wo eine Pflanze fehlt, haben wir nochmals nachgesteckt. Nach dem Gewitterregen gestern mussten wir heute nicht giessen!

Hinweis: Ich habe die Bohnen nachgesteckt. (Dominik)


Nach der Sommerferienpause ging es weiter, nun war vor allem das Ernten und Verarbeiten angesagt:

28. August 2015

Wir haben Bohnen, Tomaten und Ringelblumen geerntet. Wir haben die Sonnenblumen und den Mais gemessen. Ich habe in meinem Beet gejätet. Wir haben die Bohnen gerüstet und daraus einen Bohnensalat gemacht, doch ich fand ihn nicht so lecker. (Jeremy M.)

 

4. September 2015

Wir haben ca. 64 Kartoffeln geerntet (Anm. von 8 Kartoffelpflanzen!) Wir haben mit der Stechgabel die Kartoffeln aus der Erde herausgeholt. Wir haben 180 Stangenbohnen geerntet. Ich musste 20 Ringelblumen pflücken und wir haben zum letzten Mal Kresse und Radieschen gesät.

 

Aus den getrockneten Ringelblumen haben wir vor den Herbstferien unsere eigene „Heilsalbe“ hergestellt.

 

Den Sonnenblumenwettbewerb gewonnen hat schliesslich die Sonnenblume von Jeremy M. mit einer Höhe von 2,02 m! Nach einem harten Kopf-an-Kopf-Rennen mit Dominiks Sonnenblume, die aber bei ihrer maximalen Höhe von 1,85 m eine einzige, riesengrosse Blüte bildete und sich langsam nach unten neigte…

 

 

Nach den Herbstferien heisst es dann, die letzten Radieschen ernten und dann die Beete abräumen, damit sich der Boden den Winter durch erholen kann!

Es war schön, mit welchem Eifer die Schülerinnen und Schüler bei der Arbeit waren, wie sie sich die Abläufe im Verlauf des Jahres angeeignet haben und vieles mit der Zeit selbständig erleben konnten. Und vor allem bin ich stolz darauf, dass sie eine Gartensaison lang durchgehalten haben.

Vor allem durch das eigene Tun haben die Kinder viel gelernt über Tiere, Pflanzen, Kreisläufe und Bedingungen in der Natur, es hat Spass gemacht!

 Die Klassenlehrerin   E. Vogel