Interne Primarschule

Wo Kinder ihren Rhythmus finden 

Leitideen

Zielgruppe

Das Pestalozzihaus führt eine lehrplanorientierte Sonderschule für Kinder der Unter- und Mittelstufe (Interne Primarschule).

Die Oberstufenschülerinnen und -schüler besuchen die öffentliche Schule in Elsau oder die Tagesschule Räterschen, welche auch zum Pädagogischen Zentrum Pestalozzihaus gehört.

Auftrag

Die interne Primarschule hat den Auftrag, die dem Pestalozzihaus anvertrauten Kinder nach dem zürcherischen Lehrplan zu fördern. Sie richtet sich dabei nach dem Leitbild und den handlungsleitenden Prinzipien der Gesamtinstitution:

• Integration und Normalisierung

Die Schule ist ein Ort, wo jedes Kind gemäss seinen Begabungen und dem schon Gelernten weiterlernen kann. Jedes Kind sowie die einzelnen Klassen oder Lerngruppen werden unter möglichst regelschulähnlichen Bedingungen und möglichst lehrplankonform gefordert und gefördert. Dies betrifft sowohl die inhaltlichen Anforderungen als auch die Anforderungen an das Arbeitsverhalten. Ziel ist die schulische Integration im Sinne der Leistungsfähigkeit innerhalb des Regelsystems. Sobald ein Kind die entsprechenden Bedingungen erfüllt, wird ein Übertritt in das Regelsystem vollzogen, auch wenn das Kind stationär in der Institution bleibt.

• Ressourcenorientierung und Ressourcenaktivierung

Die schulischen Bemühungen richten sich primär nicht nach den Fehlern, sondern nach dem Fehlenden in den schulischen Leistungen. Das Kind soll seine Fähigkeiten realistisch einschätzen können und durch vielfältige schulische Anregungen für das gemeinsame und eigenständige Lernen individuelle Impulse erhalten.

• Kulturelle Normen und kulturelles Denken

Die Lehrerschaft übt durch ihr Arbeitsverhalten, aber auch durch die Beziehungsgestaltung untereinander und zu den Schülerinnen und Schülern eine Vorbildswirkung aus. Der schulische Alltag ist geprägt durch die Einführung und Einhaltung kultureller Normen. Die Teilhabe am Kulturgut und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen haben einen grossen Stellenwert.

• Wirksamkeit

Der Erfolg der schulischen Förderung wird im Rahmen der schulischen Leistungsmessung regelmässig überprüft. Gegenüber Eltern und Zuweisern wird im Rahmen der Standortbestimmungen und in Schulberichten Rechenschaft über den schulischen Leistungsstand abgelegt. Der Leistungsstand der Schule und die einzelnen Leistungen der Schülerinnen und Schüler werden von Zeit zu Zeit mit denjenigen regulärer Schulen im Rahmen gemeinsamer Tests und Aktivitäten verglichen.

• Gemeinsame Verantwortung

Das Potential der Schülerinnen und Schüler sowie die schulischen Leistungen und das Arbeitsverhalten sind im Rahmen der IEP sowie in bilateralen Gesprächen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Wohngruppen, der Therapie oder der Landwirtschaft Gegenstand gemeinsamer Reflexion und Zielbestimmung.

• Systematisches Denken

Die schulischen Leistungen und das Verhalten der einzelnen Schülerinnen und Schüler werden nicht isoliert, sondern stets im Kontext der Lebens- und Beziehungsverhältnisse der Kinder interpretiert und weiterentwickelt. Zwischen der Befindlichkeit in der Wohngruppe und jener in der Schule oder zu Hause, besteht eine hohe wechselseitige Beziehung.

• Zielorientierte Handlungsplanung

Die Lehrkräfte arbeiten zielorientiert. Die schulischen Bemühungen richten sich unter anderem nach der institutionsübergreifenden kooperativen Handlungsplanung. Damit werden Verfahren und Interventionen anderer Bereiche mit einbezogen und umgekehrt.

 

Stand September 2014